Equal Pay Day

Vorschaubild

21.03.2014 22 Prozent weniger Entgelt als Männer im Durchschnitt - das ist die Realität für Frauen in Deutschland. Das muss sich ändern! Das fordern die Gewerkschaften am Equal Pay Day, dem 21. März.

22 Prozent weniger Entgelt als Männer im Durchschnitt - das ist die Realität für Frauen in Deutschland. Damit ist die Entgeltlücke hierzulande größer als in den meisten EU-Ländern. Auch wenn Frauen genauso viel und genauso gut arbeiten wie ihre männlichen Kollegen, ist ihr Entgelt deutlich geringer. Das muss sich ändern!

Am Equal Pay Day decken DGB-Gewerkschaften und Frauenverbände Ursachen und Hintergründe der Entgeltlücke zwischen den Geschlechtern auf und fordern Entgeltgleichheit zwischen Männern und Frauen.

Warum ist der 21. März der Equal Pay Day, der internationale Aktionstag für Entgeltgleichheit zwischen Männern und Frauen?

In einem Video erklärt Walter Joachimiak vom Statistischen Bundesamt in Frankfurt, wie der Equal Pay Day als Datum berechnet wird. Auch zur Interpretation dieses Datums finden Sie (mathematisch korrekte) Erläuterungen im Film, den wir hier verlinkt haben.

Wo liegen die Unterschiede im Einkommen zwischen Männern und Frauen?

Der durchschnittliche Bruttomonatsverdienst von Frauen lag in Deutschland in den Jahren 2009-2013 (bei gleicher Arbeitszeit) rund 20 Prozent unter dem der Männer. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Analyse, die das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) in der Hans-Böckler-Stiftung zum Equal-Pay-Day vorlegt. Besonders groß ist der Rückstand unter älteren Beschäftigten: Bei jüngeren Frauen zwischen 25 und 30 Jahren liegt er bei rund 13 Prozent, bei Frauen zwischen 36 und 40 Jahren beträgt er 19 Prozent, zwischen 51 und 55 Jahren erreicht er gut 21 Prozent und in der Altersgruppe der 61 bis 65- Jährigen sogar 28 Prozent. Mehr dazu siehe Link zum Frauenlohnspiegel des WSI.

Mehr Transparenz schaffen. Was Betriebsräte für Entgeltgleichheit tun können.

Die IG Metall setzt sich für mehr Transparenz bei der Entlohnung ein - als ersten Schritt für mehr Fairness bei der Bezahlung von Frauen. Betriebsräte haben volle Mitbestimmungsrechte bei der betrieblichen Entgeltgestaltung. Betriebsräte können Einblick in Lohn- und Gehaltslisten nehmen und einen betrieblichen Entgeltspiegel erstellen. Sie können, wo nötig, Stellenbeschreibungen aktualisieren. Die Eingruppierungen und alle Entgeltbestandteile überprüfen. Insbesondere nach Elternzeit und bei Teilzeitbeschäftigten. Sie können vom Arbeitgeber verlangen, dass dieser auf einer Betriebsversammlung einen Gleichstellungsbericht abgibt. Gute Beispiele aus der Praxis findet ihr unter dem Stichwort Auf geht's. Faires Entgelt für Frauen bei der IG Metall.

Was kann jede Frau selbst tun?

Sich informieren und kundig machen über die Tarife, mit den Kolleginnen und Kollegen über das Einkommen sprechen, sich gut vorbereiten auf Gehaltsverhandlungen. Das sind nur einige Vorschlläge. Viele gute Tipps, Unterstützung und Beratung gibt es bei der IG Metall. Jede Frau hat es selbst in der Hand, wie lange sich Frauen in Deutschland noch mit weniger Einkommen zufrieden geben. Nur wer aktiv wird, kann an dieser Situation etwas verändern. Gemeinsam in der IG Metall!

Letzte Änderung: 21.03.2014