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IG Metall Schwäbisch Gmünd

IG Metall Geschäftsstelle Schwäbisch Gmünd



Warnstreik bei ANDRITZ Ritz GmbH

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15.12.2017 Die Beschäftigten des Werkes von ANDRITZ Ritz auf dem Gügling nutzten die am 14.12.2017 in Ludwigsburg stattfindenden Verhandlungen als gute Gelegenheit, um auf ein Problem aufmerksam zu machen.

Ende 2016 ist auf Entschluss des damaligen Geschäftsführers Herr Gruber, die Tarifbindung aufgekündigt worden. Der Arbeitgeber hat den Arbeitgeberverband Südwestmetall (mit Tarifbindung) verlassen und ist in den USW Arbeitgeberverband (ohne Tarifbindung) getreten. In 2017 haben die Verantwortlichen der Personalabteilung versucht, über Arbeitsverträge die Arbeitsbedingungen einseitig zu verschlechtern. Hiergegen haben sich Beschäftigte, Betriebsrat und IG Metall erfolgreich gewährt. "Das Vorgehen hat gegen geltende Rechtsnormen einer Nachbindung verstoßen, weshalb die Arbeitgeberseite dies auch schnell wieder korrigierte und nun allen die tariflichen Mindeststandards wieder gewährt", so Thimo Schabel (Betriebsratsvorsitzender bei ANDRITZ Ritz)

"Wenn es darum geht die Managerfehler der vergangenen Jahre zu korrigieren, indem man die tariflichen Mindeststandards derjenigen angreift, welche durch ihre gute Arbeit nichts für die Fehlentscheidungen der Vergangenheit können, dann ist dass so, als wenn man einen Unschuldigen opfert und die wahren Probleme und Ursachen nicht lösen will", so Peter Yay Müller, 2. Bevollmächtigter IG Metall Schwäbisch Gmünd.

Die Beschäftigten, der Betriebsrat und die IG Metall haben Hoffnung in das Tun und Entscheiden des neuen Geschäftsführers bei ANDRITZ Ritz, Herrn Karl Andreas Schulte.

"Es ist Zeit, mit dem Wissen der Beschäftigten, endlich aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen. Die Millionen schweren Zusatzkosten durch die Verlagerung der Fertigung verbunden mit Nacharbeit und Zeitverzögerungen, den Abbau von Bearbeitungsmaschinen und Einengung des betrieblichen Handlungsspielraums sowie die Fehler aus dem aktuellen Managementprojekt die Logistik zu verlagern, ohne Rücksicht auf die speziellen Abläufe bei der Montage von Kleinstserien, sind Entscheidungen, welche den Standort akut belasten. Diese Fehler allein auf die Arbeitsbedingungen und Arbeitseinkommen der Beschäftigten abwälzen zu wollen, ist ein Armutszeugnis" so Peter Yay Müller weiter.

Belegschaft, Betriebsrat und IG Metall machen sich für den Erhalt und die Aufwertung des Standortes stark. Die Arbeitnehmer halten an der Idee, dass der Standort ein Leitwerk im ANDRITZ Konzern für die Pumpenmontage werden kann, fest. Diese Option hat Herr Leitner (Vorstandvorsitzender des ANDRITZ Konzerns) persönlich eingebracht. "An diesem Ziel halten wir fest und fordern das örtliche Management auf, die konkreten Maßnahmen und Verbesserungen auf dem Weg dorthin gemeinsam mit uns zu verabreden. Darum ist die Tarifbindung und der Erhalt der Tarifverträge als erster Schritt wichtig", so die betriebliche Tarifkommission ANDRITZ Ritz bestehend aus Thimo Schabel, Rolf Praschl, Bernd Hölldampf und Peter Yay Müller.

Deshalb wurden die Beschäftigten von ANDRITZ Ritz am 14.12.2017 zum Warnstreik aufgerufen. Von derzeit 155 Beschäftigten haben etwa 100 die Arbeit niedergelegt. Etwa 50 Beschäftigte haben sich dann im Anschluss in den von der IG Metall Schwäbisch Gmünd organisierten Bus gesetzt und sind zur zentralen Kundgebung nach Ludwigsburg gefahren. Anlässlich der Tarifverhandlung, bei der rund 5000 Teilnehmer demonstrierten, hat man dann dort die Forderung "Tarifbindung jetzt" in die Großkundgebung eingebracht.

Thimo Schabel, Betriebsratsvorsitzender bei ANDRITZ Ritz, hat mit einer ausdrucksstarken Rede zum Ausdruck gebracht, dass es sich die Belegschaft nicht mehr gefallen lässt, wie die Geschäftsführung mit ihnen umgeht.

"Trotz sehr vieler schwieriger Jahre, haben wir immer gemeinsam mit unseren Beschäftigten und unserer IG Metall über befristete Ergänzungstarifverträge, Zusatztarifverträge und Mitarbeiterbeträgen in Millionenhöhe den Standort Schwäbisch Gmünd gefestigt und bis heute gesichert. Und zum Dank auf diese Millionenverzichte wurde die Tarifbindung gekündigt und das ist eine bodenlose Frechheit. Die Art und Weise, die ist unverschämt und menschenverachtend und deshalb kämpfen wir hier und heute mit unserer Belegschaft und unserer IG Metall um die Wiederherstellung der Tarifbindung", so Thimo Schabel, Betriebsratsvorsitzender bei ANDRITZ Ritz.

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Kundgebung Ludwigsburg

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Letzte Änderung: 15.12.2017


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Telefon: +49 (7171) 92754-0 | Telefax: +49 (7171) 92754-55 | | Web: www.schwaebisch-gmuend.igm.de

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