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IG Metall Schwäbisch Gmünd

IG Metall Geschäftsstelle Schwäbisch Gmünd



Mahle

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16.12.2009 Gelebte Solidarität: Der Hartnäckigkeit und dem Gemeinschaftssinn der Betriebsräte verdanken 94 Beschäftigte in Volvera einen passablen Sozialplan.

Gelebte Solidarität: Der Hartnäckigkeit und dem Gemeinschaftssinn der Betriebsräte verdanken 94 Beschäftigte bei Mahle in Volvera (Italien) einen passablen Sozialplan. Dieser mildert die Folgen einer Betriebsschließung.

Der gemeinsame Protest der italienischen und deutschen Mahle-Beschäftigten vor der Konzernzentrale in Stuttgart (siehe Foto) hat einen Hintergrund:

Nach italienischem Recht erlischt 75 Tage nach dem Beschluss einer Werksschließung die Möglichkeit, einen Sozialplan abzuschließen. 62 Tage lang hat die Mahle-Leitung in Volvera sich ernsthaften Verhandlungen verweigert. Erst die Aktvitäten des Europäischen Betriebsrats und des Gesamtbetriebsrats in Stuttgart brachten den Stein ins Rollen.

Bei den Verhandlungen in der Stuttgarter Konzernzentrale erlebten die Betriebsräte aus Volvera praktische Solidarität. Der gemeinsame Protest mit Betriebsräten aus allen Mahle-Standorten, unter anderem von Mahle in Lorch, brachte Schwung in die Verhandlungen und verhalf zu einem passablen Ergebnis.

Hier die Pressemitteilung des EBR/GesBR

Verhandlungen erfolgreich - Beschäftigte von MAHLE Volvera abgesichert

Der gemeinsame Protest hat sich gelohnt. Der örtliche Betriebsrat, die Gewerkschaft FIOM, sowie der Europäische Betriebsrat MAHLE konnten zusammen erreichen, dass kein Beschäftigter des MAHLE-Standortes Volvera (nahe Turin) auf der Straße steht. Die im September überraschend verkündete Beendigung der Ventilproduktion konnte zwar nicht verhindert werden, aber einzelne personelle Maßnahmen sichern den 94 Beschäftigten Job und Einkommen. Der erreichte Sozialvertrag sieht vor, dass 30 Mitarbeiter/innen mit zusätzlicher finanzieller Unterstützung in Frühpension gehen oder mit einer Abfindung auf hohen Niveau aus dem Unternehmen ausscheiden.

Während der zweijährigen Kurzarbeit stehen schrittweise ingesamt 62 neue Arbeitsplätze in den benachbarten MAHLE-Werke in La Loggia und Saluzzo zur Verfügung. Für Beschäftigte, die sich innerhalb der Kurzarbeit beruflich anderweitig orientieren, wurde zudem ebenfalls eine Abfindungsregelung festgelegt.

Europäischer Betriebsrat bleibt im Boot

Sollten bis zum Ende der Kurzarbeit nicht alle Mitarbeiter/innen übernommen oder durch Abfindung ausgeschieden sein, erfolgen zwischen Gewerkschaft und Unternehmen neue Verhandlungen. Zudem ist durch eine Zusatzvereinbarung sichergestellt, dass der Europäische Betriebsrat über die konkrete Umsetzung der vereinbarten Maßnahmen und über mögliche Verhandlungen am Ende der Kurzarbeit informiert und somit beteiligt bleibt. Die Beschäftigten aus Volvera und die Gewerkschaft FIOM bewerten den erreichten Sozialvertrag angesichts der Ausgangslage und der schlechten wirtschaftlichen Situation in der Branche und Region als sehr positiv. Seit Bekanntgabe der Werksschließung war eine 24-Stunden-Mahnwache vor dem Werk eingerichtet und der Abtransport produzierter Ventile verhindert worden. Trotz dieser Proteste verweigerte das Management zunächst die Aufnahme von Verhandlungen, die erst durch die Einschaltung des Europäischen Betriebsrates zustande kamen. Aus Protest und zur Unterstützung der laufenden Verhandlungen war am 7. Dezember eine 12-köpfige Delegation aus Volvera zur Cannstatter MAHLE-Zentrale angereist. Unterstützt wurden die italienischen Kolleg/innen dabei von Betriebsräten und IG Metaller der deutschen MAHLE-Werke.

Der seit 1996 zu dem MAHLE-Konzern gehörende Standort Volvera (nahe Turin) produziert mit 94 Beschäftigten 3,5 Millionen Ventile pro Jahr. Das entspricht einen Umsatz von 3,5 Millionen Euro.

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Gemeinsam stärker

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Stuttgarter Nachrichten

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Letzte Änderung: 15.12.2009


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