Mehr Geld für Leiharbeiter

Arbeit: Sicher und Fair! - Gleiche Arbeit? Gleiches Geld!

31.03.2015 Ab 1. April gibt es mehr Geld für die Beschäftigten in Leiharbeit. Gleichzeitig steigen auch die Branchenzuschläge. Das hat die IG Metall für ihre Mitglieder ausgehandelt.

Gute Nachrichten für Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer. Ab 1. April 2015 gibt es für sie gleich zwei Mal mehr Geld:

  • Die Tarifentgelte West werden um 3,5 % und die Tarifentgelte Ost sogar um 4,3 % erhöht.
  • Die Branchenzuschläge für den Einsatz in der Metall- und Elektroindustrie, der Textil- und Bekleidungs- oder der Holz und Kunststoff verarbeitenden Industrie steigen ebenfalls.

Das haben die IG Metall zusammen mit den weiteren DGB-Gewerkschaften bereits Ende 2013 in Verhandlungen mit den Arbeitgeberverbänden BAP und iGZ für ihre Mitglieder durchgesetzt.

Mit der Erhöhung der Tariftabellen steigt das unterste Entgelt in der Entgeltgruppe 1 damit im Westen auf 8,80 Euro und im Osten auf 8,20 Euro. Die Eckentgelte liegen dann bei 10,98 Euro im Westen und 9,76 Euro im Osten. Mit der stärkeren Erhöhung der Ost-Tarife wird die Lücke zwischen Ost und West wieder ein Stück verringert.

Auch der Mindestlohn steigt. Gleichzeitig zu den Tarifentgelten steigen auch die Mindestlöhne für Leihbeschäftigte auf 8,80 Euro (West) und 8,20 Euro (Ost). Das ist durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales auf Grundlage des Mindestlohntarifvertrags der DGB-Tarifgemeinschaft festgelegt worden.

Die im Herbst 2013 geschlossenen Tarifverträge laufen noch bis Ende 2016 und sehen eine weitere Erhöhung der Entgelte ab dem 1. Juni 2016 vor. Dann wird auch im Osten die Marke von 8,50 als unterstes Entgelt erreicht werden.

Die neuen Tarifentgelte und die neuen Branchenzuschläge sind in einem Flyer veröffentlicht. Dieser kann hier heruntergeladen werden. Jetzt heißt es aufgepasst bei der April-Abrechnung. Wenn der Arbeitgeber die Erhöhung des Tarifentgelts und der Branchenzuschläge nicht vorgenommen hat, sollten sich IG Metall-Mitglieder umgehend Rat und Hilfe bei ihrer Gewerkschaft holen.

Letzte Änderung: 31.03.2015